|
Home
Firmenprofil
SUZUKI
MZ
Fahrzeugangebote
Termine
Service
Gespannbau
Umbauten
Vorführer
Bildergalerie Produkte & Marken Finanzierung Oldtimer Restaurierung Ausflugsziele BAGSTER Links Kontakt & Impressum |
|
Text: Lk. 6, 36-42 „Sehstörungen“ -
Das könnte die Überschrift über den Text aus der Bibel sein, über
den überall in Deutschland, in allen Gottesdiensten an diesem
Wochenende gesprochen wird. -
Sehstörungen scheint so mancher Verkehrsteilnehmer zu haben. Wer mit
offenen Augen durchs Land fährt wird immer wieder solche Situationen
erleben. Gerade als Motorradfahrer wird man schon mal übersehen. Meist
mit schlimmen Folgen für den Motorradfahrer. Keine Angst, ich stimme
kein Klagelied über uns „arme“ Motorradfahrer an. Jeder kennt das
Risiko wenn er auf´s Motorrad steigt. -
Ich bin Dienstagabend aus den USA zurückgekommen. Wir waren mit 15
Leuten und 12 Harleys auf der Route 66 unterwegs. - Von Chicago bis Los
Angeles, einmal quer durch die USA. Wir sind 4500km gefahren. Doch bevor
es los ging musste jeder ein Schriftstück beim Motorradvermieter
unterschreiben, dass er darüber aufgeklärt worden ist, dass
Motorradfahren gefährlich ist. - Männer haben Sehstörungen.
Männer können nur bestimmte Sache suchen und finden. Wir können Gold
suchen, das beste Bike zum besten Preis, aber wir finden nicht unsere
Socken, Unterhosen und T-Shirts. Da halt es dann durch die Wohnung:
„Liebling, wo sind den meine Socken?“ Meist liegen die nur stinkend
unterm Sofakissen. Mit etwas Mühe hätte man sie sehen können, aber… -
Genauso gut haben Frauen Sehstörungen. Sie kommen nach Hause und präsentieren
die neu erstandene Bluse. Sieht ja schick aus, aber für das Geld hätte
man auch schon ein gebrauchtes Mittelklasse Motorrad bekommen. Die
Anmerkung zu diesem Kauf ist
dann nur: „Oh, den Preis habe ich gar nicht gesehen!“ -
Jesus erzählt seinen Zuhörern auch einmal drei Gleichnisse über Sehstörungen. -
Text lesen: 39-42 -
Na logisch, das funktioniert doch nicht. Wenn ein Blinder einen Blinden
führt fallen beide auf die Nase. - Ich will nun wirklich
nicht blinden Mitmenschen besondere Fähigkeiten absprechen sich dennoch
zu orientieren. Die können das. Aber was Jesus erzählt ist keine
medizinische Abhandlung, sondern sozusagen ein Beispiel, dass jeder
sofort versteht. -
Uns ist klar, dass es bessere Kombinationen gibt als Blind und Blind.
Der Blindenhund ist ganz sicher eine oder eine Mensch der keine Sehstörung
hat und den Blinden Menschen führt.
- In der letzten
Kombination sind beide gefordert, der Blinde ist herausgefordert, seinem
Führer zu vertrauen. Der Führer ist herausgefordert für zwei Leute zu
sehen, Gefahren zu erahnen und wahrzunehmen, Fürsorge walten zu lassen. -
Der Jünger steht nicht über seinem Meister, der Lehrling nicht über
seinen Meister würden wir vielleicht heute sagen. Das hat doch nichts
mit einem Sehfehler zu tun? Oder doch? - Mein Freund Lutz hat
einen kleinen Laden für Unterhaltungselektronik und Computer. Jedes
Jahr hat er einen Lehrling. Manchmal auch einen mit Sehschwierigkeiten.
Einen der die Realitäten nicht wahrnimmt wie sie ist, obwohl er gesunde
Augen hat. - so sagte jener
besagte Lehrling nachdem ein einen Fernseher der Luxusklasse ohne
Auftrag des Meisters kaputtrepariert hatte: „Bleim ´se mal
geschmeidig Meister…“ - Das ist eindeutig
eine Sehstörung. Er sieht sich und den Meister auf einer Stufe. - Augenverletzungen
sind schmerzhaft. Schon ein kleiner Splitter reizt das Auge. Es nässt,
schmerzt und brennt. - Wer sich dann nicht
mehr zu helfen weis, lässt sich gern auch mal von einem anderen ins
Auge fassen und helfen. Soweit so gut. - Doch was ist, wenn
der der helfen will, selbst einen Balken vor Augen hat? - Jesus karikiert,
treibt auch die Spitze. Natürlich funktioniert das nicht! Genau deshalb
erzählt Jesus diese Vergleiche. -
Was aber will Jesus damit sagen? - Er spricht doch nicht
auf einem Fachkongress für Augenärzte oder in der Selbsthilfegruppe für
Blinde?! -
Eigentlich geht es Jesus um Barmherzigkeit gegenüber unseren
Mitmenschen, dem Nächsten. - Bevor Jesus diese 3 Vergleiche erzählt fordert er seine Zuhörer auf: Text lesen! Lk. 6, 36-38 - „Seid
barmherzig!“ nun nichts schwerer als das. - Barmherzig sein ist
oft schwer, weil man mit Härte zeigen kann, was man selbst für ein
toller Hecht ist und wie viel weniger der Andere drauf hat. - Barmherzig sein ist
das Gegenteil von: „Benutze dein Ellenbogen um dich durchzusetzen!“ - Barmherzigkeit misst
den anderen, sein Versagen mit
einen noch niedrigerem Maß als man bei sich selbst anlegen würde. - Kann man damit den im
alltäglichen Leben weiterkommen, es zu etwas bringen? - Ich meine ja, denn
wem Barmherzigkeit widerfahren ist, wird sich umso mehr in die Sache
reinhängen um nicht noch einmal zu enttäuschen. - Und, ich meine: Es
ist egal. Schließlich sagt das nicht Roberto Jahn, da könntest du das
sofort wieder vergessen. Nein, es sagt Jesus, Gottes Sohn, Gott selbst.
Kann man da widersprechen? -
Natürlich kannst du das. Formel ist es aber ohne Bedeutung. - Wir müssen uns abgewöhnen
Gott in unser Denkmuster zu pressen. „Gott muss doch…!“ - Gott muss gar nichts. Er ist doch Gott. -
„Richtet nicht, so werdet ihr nicht
gerichtet!“ - Ein Dieb steht vor
dem Richter. Der fragt ihn: „Angeklagter, wieso haben sie das Motorrad
gestohlen?“ - Darauf die Antwort:
„Herr Richter, da es auf dem Parkplatz vor dem Friedhof stand, musste
ich annehmen, das der Besitzer verstorben sei!“ -
Richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet - Das betrifft uns doch
gar nicht. Wir sind doch keine Richter! - Viel eher stimmt doch
die entgegengesetzte Aussage: Wir sind alles Richter. - Wir urteilen jeden
Tag über Menschen, über ihr Aussehen, ihr Verhalten und machen uns
selten überhaupt Gedanken warum jemand so ist. - Es gibt fast nichts,
was uns ähnlich leicht fällt als über andere zu urteilen. - Jesus sagt tut es
nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Dabei geht es nicht darum, dass
Christen keine Richter bei Gericht sein könnten. Das was Jesus
anspricht reicht schon weit über das hier und jetzt hinaus. - Es hat nicht nur die
Komponente, die es in den meisten Rechtsvorschriften der Welt gibt:
„Was du nicht willst das man dir tu, das füge auch keinem andern
zu.“ - also eine rein
Zwischenmenschliche Seite, sondern unser Verhalten unseren Mitmenschen,
den Nächsten gegenüber hat Auswirkungen darauf wie Gott uns sieht. - „Verdammt
nicht, so werdet ihr nicht verdammt.“ - Nun seit dem die
Menschen kaum noch segnen, verdammen sie auch nicht mehr. - Das erscheint auf den
ersten Blick schon die Erfüllung dieser Forderung. - Verdammen ist das
Gegenteil von segnen. - Wer verdammt, wünscht
dem anderen etwas Schlechtes an den Hals. - Huch, da merken wir,
dass es uns doch noch betrifft. - „Vergebt,
so wird man euch auch vergeben!“ - Der Pfarrer fragt im
Kindergottesdienst: "Was müsst ihr zuerst tun, damit eure Sünden
vergeben werden?" - Jemanden etwas
vergeben… - Über den eigenen
Schatten springen – nennt man das wohl. - Das ist in der Praxis
ja nicht möglich, da mein Schatten direkt mit mir verbunden ist.
Dennoch kann ich jemanden vergeben, auch wenn mir das schwer fällt. Ich
mich in meiner Ehre verletzt fühle. - Vergeben können ist
ein tolles Gefühl. Es befreit von Gedanken des Hasses, der Vergeltung. - Doch wie bei vielen
Dingen, ist es eine Sache über die man stundenlang philosophieren kann.
Doch letztendendes muss man es praktizieren, um seine Wirkung auf einen
selbst und den anderen zu entdecken. - „Gebt,
so wird euch gegeben!“ - Noch so ein Ding, das
einen schwer fällt. - Gerade hat man es
geschafft, hat sich etwas erarbeitet und soll es nun schon wieder
abgeben? - Wer weis, dass er von
Gott viel geschenkt bekommen hat, kann leichter abgeben. - Bei uns zu Hause
betten wir vor jedem Essen. Es ist immer ein kleines Dankgebet für die
Dinge die auf dem Tisch stehen. - Klar, wir haben dafür
gearbeitet. Lohn erhalten, etwas eingekauft – was also hat das mit
Gott zu tun? - Das ich arbeit habe
ist nicht selbstverständlich. Das haben wir in den letzten 20 Jahren
alle gelernt. Das ich in einem Staat wohne, der sich noch immer eine
soziale Absicherung leistet, ist nicht selbstverständlich. - Und, es gibt Leute
die praktizieren das ganz praktisch. Seit wenigen Jahren gehört ein
junger Familienvater zum ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis des CMS. Er ist
erwerbsunfähig und bekommt eine kleine Rente bzw. Hartz IV. - Eigentlich Grund
genug um sich über das wenige Geld zu ärgern. Er gibt von dem wenigen
das er jeden Monat bekommt, den Zehnten. - Logisch gedacht ist
das Wahnsinn. Von dem wenigen Geld noch 10% jeden Monat für Gott auf
die Seite zu legen. - Er hat aber eine ganz
andere Erfahrung gemacht. Gott gibt zurück. Das Geld reicht immer. Der
Haushalt ist in Ordnung und ordentlich. Irgendwie erlebt er ständig
Dinge, die für andere nicht erlebbar sind. Gott gibt, was nötig ist
und manchmal sogar mehr. Ich staune darüber mit diesem Familienvater
gemeinsam. - Bei all den Dingen
die Jesus hier fordert, merkt man deutlich, dass es über das normale
Leben hinaus reicht. - Wer so lebt: - Wer barmherzig ist,
nicht richtet, nicht verdammt, vergibt und gibt – kann diesen
„Vertrag“ nicht mit den Menschen machen. Vertrag deshalb, weil es
immer um Ursache und Wirkung geht. „Du vergibst, so vergebe ich
dir!“ sagt Gott. - Ich kann nicht fest
damit rechnen, dass Menschen mit mir so umgehen, wie ich mit ihnen.
Manchmal verläuft sich das Gute, das ich tun will und tue wie ein
Tropfen Wasser in der Wüste. - Nein, diesen
„Vertrag“ mache ich mit Gott. - Er ist barmherzig,
deshalb kann ich barmherzig sein. - Er richtet nicht,
sondern Jesus spricht mich frei. - Er verdammt nicht,
sondern er segnet, wenn wir uns danach ausstrecken. - Er vergibt mir meine
Schuld, wenn ich sie bereue und ihn um Vergebung bitte. - Er gibt, was ich zum
Leben brauche. - Wie sieht du deinen Nächsten?
Welche Kriterien legst du bei ihm an? Die gleichen wie bei dir selbst?
Oder bist du in solch einem Fall schon mal strenger? - Gott hat etwas gegen
Sehstörungen in der Art: „Wie du mir, so ich dir!“ - Gott schenkt dir
einen neuen Blick: „Wie ich dir, so du den anderen!“ - Amen!
|